Startchancen-Schule: Material im Unterricht sinnvoll einsetzen
Deine Schule ist Teil des Startchancen-Programms – und jetzt stellt sich die große Frage: Wie setzt du die zusätzlichen Mittel so ein, dass bei den Kindern wirklich etwas ankommt? Zwischen Antragsformularen, Konzeptpapieren und Budgetlisten geht schnell aus dem Blick, worum es eigentlich geht: solide Basiskompetenzen in Deutsch und Mathematik, auf denen Kinder ihr weiteres Lernen aufbauen können. In diesem Artikel schauen wir gemeinsam darauf, wie du das Programm mit passendem Material und Lernsoftware in konkrete Förderung übersetzt – ohne dich zusätzlich zu belasten.
Was das Startchancen-Programm erreichen will
Das Startchancen-Programm richtet sich gezielt an Schulen mit einem hohen Anteil sozial benachteiligter Kinder. Der Grundgedanke: Bildungserfolg soll weniger von der Herkunft abhängen. Deshalb fließen die Mittel dorthin, wo der Bedarf am größten ist. Im Zentrum stehen die Basiskompetenzen – vor allem das Lesen, Schreiben und Rechnen. Bis zum Ende der zehnjährigen Laufzeit soll sich an den Startchancen-Schulen der Anteil der Kinder halbieren, die die Mindeststandards in Deutsch und Mathematik verfehlen. Wer diese Grundlagen sicher beherrscht, kann in allen anderen Fächern mithalten. Wer hier Lücken hat, fällt Jahr für Jahr weiter zurück.
Für dich als Lehrkraft bedeutet das: Die Programm-Mittel sind kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, um genau diese Grundlagen zu festigen. Gerade an Startchancen-Schulen sitzen in einer Klasse oft Kinder mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen – vom Kind mit Deutsch als Zweitsprache bis zum Kind mit deutlichen Lernschwierigkeiten. Das Ziel ist, jedem einzelnen davon einen realistischen nächsten Lernschritt zu ermöglichen.
Lern- und Fördermaterial wird in der Regel aus dem Chancenbudget finanziert, der Säule II des Programms. Wie die Beschaffung abläuft, mit einer Textvorlage für eure Zielvereinbarung und einem Rechenbeispiel, haben wir auf unserer Seite zum Startchancen-Programm zusammengestellt. In diesem Artikel geht es um die andere Hälfte: wie das Material im Unterricht wirklich wirkt.
Passendes Material für Deutsch, DaZ und Mathe
Damit die Mittel bei den Basiskompetenzen ankommen, brauchst du Material, das genau dort ansetzt – kleinschrittig, klar strukturiert und für sehr unterschiedliche Kinder geeignet. Bei M&A Lernsoftware kombinieren wir dafür zwei Bausteine: praxisnahe Lernsoftware und passende Hefte. Die Software gibt den Kindern eine sofortige Rückmeldung, ob eine Aufgabe richtig oder falsch gelöst wurde. Die Arbeitshefte, Lesehefte und Arbeitsblätter vertiefen dieselben Inhalte auf Papier. So arbeiten die Kinder abwechslungsreich am gleichen Lernziel.
Für die Sprachförderung und den DaZ-Bereich eignet sich die Reihe „Sag es auf Deutsch" mit den Schwerpunkten Buchstaben, Wortschatz und Grammatik. Sie baut Sprache Schritt für Schritt auf – vom einzelnen Laut bis zum ganzen Satz. Wer den Wortschatz auch im Englischen aufbauen möchte, findet in „Sag es auf Englisch – Wortschatz" das passende Gegenstück. Für die mathematischen Basiskompetenzen sorgt „Rechne sicher in Mathematik" mit einem klaren, aufeinander aufbauenden Weg durch die Grundrechenarten. Die Lernsoftware dazu ist kostenfrei nutzbar, bis die Klassen 1 bis 4 fertig programmiert sind.
Ein wichtiger Punkt für die Planung an einer Startchancen-Schule: Bei uns gibt es keine Abos, sondern Einmalpreise. Du kaufst das Material einmal und kannst es dauerhaft nutzen – das macht die Kalkulation der Mittel deutlich einfacher, weil keine laufenden Folgekosten entstehen. Ein konkretes Rechenbeispiel findest du auf der Startchancen-Seite.
Diagnose, Förderung, Überprüfung – der Kreislauf
Material allein verbessert noch keine Basiskompetenzen. Entscheidend ist, dass du weißt, wo ein Kind gerade steht, und dass du später überprüfst, ob die Förderung gewirkt hat. Genau dafür eignet sich ein einfacher Kreislauf aus drei Schritten: Diagnose, Förderung und erneute Überprüfung.
Am Anfang steht die Diagnose. Sie zeigt dir, welche Buchstaben, welche Wörter oder welche Rechenschritte einem Kind noch schwerfallen. Auf dieser Grundlage wählst du das passende Material aus – nicht nach Klassenstufe, sondern nach tatsächlichem Lernstand. Die kostenlose Diagnose von M&A hilft dir dabei, diesen Ausgangspunkt ohne großen Aufwand festzustellen.
Im zweiten Schritt folgt die Förderung: Das Kind arbeitet selbstständig mit Software und Heften an genau den Stellen, die die Diagnose aufgezeigt hat. Durch die sofortige Rückmeldung merkt es selbst, ob es auf dem richtigen Weg ist – und du wirst spürbar entlastet, weil du nicht jede einzelne Aufgabe kontrollieren musst. Nach einer Förderphase überprüfst du erneut den Lernstand. So siehst du schwarz auf weiß, was sich verbessert hat, und legst den nächsten Schwerpunkt fest. Dieser wiederkehrende Kreislauf ist besonders wertvoll, weil er auch für die Berichte und die Wirkungsbeobachtung im Rahmen des Programms belastbare Anhaltspunkte liefert.
Entlastung im Klassenalltag mitdenken
Ein Aspekt, der bei der Mittelverwendung oft unterschätzt wird: Die beste Förderung nützt wenig, wenn sie im Schulalltag nicht durchhaltbar ist. Deshalb lohnt es sich, Material auszuwählen, das die Kinder möglichst selbstständig bearbeiten können. Wenn ein Teil der Klasse eigenständig an der Software arbeitet und dabei sofort Rückmeldung bekommt, gewinnst du Zeit, um dich gezielt einzelnen Kindern zuzuwenden.
Gerade in heterogenen Startchancen-Klassen ist das entscheidend. Ein Kind wiederholt die Anlaute, ein anderes übt den Zehnerübergang, ein drittes baut deutschen Wortschatz auf – und alle arbeiten am gleichen Prinzip: klarer Schritt, sofortige Rückmeldung, kleine Erfolgserlebnisse. So werden die Mittel nicht nur in Material investiert, sondern in eine Struktur, die deinen Arbeitsalltag tatsächlich leichter macht. Mit dem kostenlosen Material für Buchstaben, Wortschatz, Grammatik und Mathematik kannst du in Ruhe prüfen, ob der Ansatz zu deiner Lerngruppe passt.
Häufige Fragen
Wofür dürfen die Mittel aus dem Startchancen-Programm genutzt werden?
Lern- und Fördermaterial lässt sich in der Regel über das Chancenbudget (Säule II) finanzieren. Die genauen Regeln legt jedes Bundesland selbst fest, im Zweifel hilft die Programmkoordination eurer Schulaufsicht. Wie die Beschaffung bei uns abläuft, steht auf unserer Seite zum Startchancen-Programm.
Wie messe ich die Wirkung der Förderung?
Über den Kreislauf aus Diagnose, Förderung und erneuter Überprüfung. Wenn du zu Beginn und nach einer Förderphase denselben Lernstand erhebst, siehst du konkret, was sich verbessert hat. Die kostenlose Diagnose liefert dir dafür einen einfachen Ausgangs- und Vergleichspunkt.
Eignet sich das Material für die Basiskompetenzen?
Ja. Die Reihen „Sag es auf Deutsch", „Sag es auf Englisch – Wortschatz" und „Rechne sicher in Mathematik" setzen genau bei Lesen, Schreiben und Rechnen an und bauen diese Grundlagen kleinschrittig auf – auch für Kinder mit Sprachförderbedarf oder Lernschwierigkeiten.
Kann ich das Material vorher ausprobieren?
Ja. Mit dem kostenfreien Material für Buchstaben, Wortschatz, Grammatik und Mathematik, dem Diagnose-Modul und einem Ansichtsexemplar kannst du in Ruhe prüfen, ob der Ansatz zu deiner Lerngruppe passt, bevor ihr Mittel aus dem Programm einsetzt.

